Wikipedia macht keinen Sinn für SEO?
Hatte heute ein Telefonat mit einem Kunden. Als ich ihm eine Kombinationsstrategie für Wikipedia vorschlug, fiel sofort der Satz “Wikipedia? Nee, das machen wir nicht. Die haben doch jetzt Nofollow. Da gibt’s für SEOs nichtsmehr zu holen”.
Ja, dieses Statement habe ich in letzter Zeit öfters gehört. Wikipedia soll also wegen dem Nofollow-Attribut auf ausgehende Links nicht mehr attraktiv für SEO sein… tatsächlich ;)?? Meiner Meinung nach ist dieses Statement zu naheliegend aus der Nofollow-Thematik abgeleitet.
Wenn man das Thema von ein paar ganz anderen Blickwinkeln betrachtet, entdeckt auch ihr Wikipedia als strategische Waffe für euer Projekt - ich zeige euch wie es funktioniert:
Vorwort: Was bringt mir ein Link von Wikipedia?
Ja, Wikipedia hat Nofollow. Aber: Nofollow - so what? Hier kurz und knapp ein paar Beispiele, was euch ein Link auf einer themenrelevanten Wikipedia-Seite alles bringen kann:
- Branding: Wenn ein kaufaffiner User im Wikipedia euch entdeckt, ist das für ihn ein Beweis, dass eure Seite hohe Qualität hat
- Auch Journalisten recherchieren im Netz - und benutzen dabei vorzugsweise oft Wikipedia als erste Recherchequelle. Wenn ihr bei den Wikipedia-Quellen mit dabei steht, habt ihr gute Karten, in einem (online) Artikel einer großen Zeitung zu erscheinen (mit Backlink natürlich..). Ist mir auch schonmal passiert - wäre ich nicht in Wikipedia verlinkt, hätte der Redakteur meine Seite wohl nie entdeckt..
- Viele Webmaster übernehmen bei Themenseiten, die mit Wikipedia themenverwandt sind, die Linkliste von Wikipedia
- Wikipedia ist oft ein wichtiger Trafficbringer. Selbst wenn mal Wikipedia vor euch rankt - die Leute kommen dann eber über Wikipedia auf eure Seite. Zwar mit einem gewissen Dämpfungsfaktor (sprich: Wikipedia selbst), aber besser als gar kein Traffic würde ich mal sagen ;). Und zwar nicht irgendwelcher Traffic, sondern qualitativ hochwertiger Traffic (bei meinen AdWords-Kampagnen definiere ich “Qualität” immer mit einer Kombination aus Absprungrate - Conversionrate - Aufenthaltsdauer, darum hier das subjektive Urteil “hochwertiger Traffic”). By the way: Wer über einen Wikipedia-Link auf eure Seite geht, hat i. d. R. schon ein gewissen Pensum an Grundvertrauen zu eurer Seite.. “hat ja schließlich Wikipedia empfohlen”..
- Gesunde Linkstruktur: Meiner Meinung nach braucht man für eine “gesunde Linkstruktur” auch mal Nofollow-Links mit dabei. Eine Linkstruktur mit hunderten von Links ohne auch nur einen einzigen Nofollow-Link sieht für mich “unnatürlich” aus. Linkstrukturen die zu perfekt sind, gehen in Gefahr, eine Overoptimization Penalty zu bekommen. Also: Ruhig mal auch sinnlos euch selbst mit “hier klicken” oder “www.eureseite.de” (so wie früher..) anlinken und vor allem ruhig auch mal den einen oder anderen Nofollow-Link für eure Seite einheimsen. So lange ihr es nicht übertreibt, kann das gar nicht schaden - im Gegenteil: Es lässt eure Linkstruktur meiner Meinung nach natürlicher wirken.
- Gerücht: Bessere Chancen bei Dmoz? Wenn Wikipedia mich verlinkt, kann ich das bei der Bewerbung zu Dmoz mit angeben (siehe auch: Tricks zur Aufnahme von Dmoz). Wir wissen ja alle, dass Dmoz und Wikipedia einen recht großen gemeinsamen Nenner haben (sind beides Non-Profit Projekte usw.). Ob das jetzt etwas bringt habe ich selbst noch keine Erfahrungen - es gibt aber Stimmen, die das behaupten. Sehen wir es mal als einen Indiz.. falsch machen kann man ja nichts, wenn man es mit angibt…
- Gerücht: Rankingvorteile bei Google durch HumanReviews? Auch diese These ist recht umstritten, ich geb es aber der Vollständigkeit halber mal mit an: Angeblich soll euer Projekt durch den Wikipedia-Link bei Google besser ranken, weil “Google weiß”, dass Wikipedia genauso wie Dmoz von Menschen kontrolliert wird. Und was eine menschliche Kontrollschranke passiert, muss wohl ein Indiz sein auf hohe Qualität (so die weit verbreitete Denkweise). Das ist jedoch kein offiziell bestätigter Rankingfaktor und ich kann euch da leider auch nicht mit Erfahrungen in dem Bereich dienen.
- Und last but not least: Besseres Ranking in Suchmaschinen, die das Nofollow-Tag ignorieren
Und das ganze gilt natürlich nicht nur für eure Gesamtdomain - sogar für einzelne Artikel eurer Seite macht das durchaus Sinn.
Voraussetzung: Starke Benutzerkonten.
Klar, wie in Digg, Yigg & Co. ist auch in Wikipedia ein starker Nutzername von Vorteil. Also: Es lohnt sich, ein wenig Zeit in euren Wikipedia-Nutzernamen zu stecken, mit ihm sinnvolle Dinge in Wiki zu tun und Trust damit zu gewinnen.
Habe gehört, es soll sogar ganze “Wiki-Clans” geben. Deren Ziel ist einzig und allein, ihre Branding-Arbeiten in Wikipedia untereinander aufzuteilen. Sinn dahinter: Es würde auffallen, wenn ein Username die komplette Brandingarbeit für eine Firma macht. Aber mit einer anonymen IP lässt sich da wenig machen, da sind die Moderatoren schnell mit dem Rollbacken hinterher. Die (vermeintliche) Lösung? Wenn man Mitglied in so einem “Clan” ist, tauscht man einfach mit einem anderen Clan-Mitglied jeweils eine Branding-Aufgabe aus. So führen die Branding-Aufgaben steht Benutzer mit großem Wiki-Trust aus, und es wird (wenn intelligent organisiert) niemand aus dem Clan “auffällig”.
Also.. das hab ich mal gehört. Soll theoretisch existieren…
Sei der Brand #1 in deiner Nische - Wikipedia hilft dir dabei
Gibt es noch keine Wikipedia-Seite über euren Brand? Umso besser! Dann habt ihr die Möglichkeit, über euren eigenen Brand eine Seite zu schreiben - und die dann auch richtig gut ranken zu lassen! Einfach in naheliegenden Wikipedia-Themengebieten anlinken und schon rankt das Ding wie Hölle. Dabei solltet ihr folgende Dinge beachten:
- Keinerlei werbender Sprachstil. Lexikon-Sprachstil, bitte!
- Keine Eigenwerbung oder Schönreden von Produkten. Viel besser: Ihr schreibt Kritik über euch selbst rein. Das klingt verrückt? Ist es auch! Aber gerade wenn Kritik über euch in Wikipedia steht, wirkt die ganze Seite glaubhaft. Weil auf ziemlich jeder Wikipedia-Seite Kritik steht. Wikipedia-Moderatoren lieben Kritik. Also gebt ihnen, was sie lesen wollen ;)! Und seht es mal so: Ihr müsst ja nicht gleich die härteste Kritikstufe benutzen, um euch selbst zu kritisieren. Eine “sanfte Kritik” reicht hierbei völlig aus. Beispielchen gefällig? “(…) Die Firma XYZ war in früheren Jahren bekannt dafür, unausgereifte Produkte auszuliefern und verärgerte so zahlreiche Kunden (Quelle: Focus Reportage vom 22. Mai 2001). Durch das neue Management wurden lt. Aussagen des “Economist” diese Probleme wieder behoben. (…)”
- Entstehungsgeschichte ist meistens ganz am Anfang eines Artikels
- Statische Daten wie Mitarbeiterzahl und Umsatzvolumen sowie Logo dürfen nicht fehlen
- usw.. orientiert euch einfach an schon bestehende große Wikipedia Artikel.
- Und ganz wichtig: Am Ende der Seite ein Wikipedia-Link zu eurer Firmenhomepage. Der ist dann legitim.
Das geht natürlich nur wenn eure Marke einen bestimmten Bekanntheitsgrad erreicht hat. Allzu unbekannte Marken können diese Taktik leider nicht 1:1 übernehmen, aber hier gibt es auch viele Wege. Das würde aber jetzt zu weit fassen, wenn ich die jetzt auch noch hier aufzählen würde..
Und die User? Die stoßen von Google nichtswissend auf diese Wikipedia Seite, lesen sie und vertrauen Wikipedia. Das heißt in Folge: Sie vertrauen den Informationen, die ihr im Grunde selbst geschrieben habt - Bingo
! Vor allem die neue, immer größer werdende Surfergruppe der “Silver Surfers” weist die Eigenschaft auf, sich erst im Netz sorgfältig bei vertrauenswürdigen Quellen (wie z. B. Wikipedia) zu informieren, bevor sie ein Produkt kaufen.
Hier noch eine TV-Reportage passend zum Thema:
Wie bekomme ich einen Link in Wikipedia?
Ganz einfach: Entweder legt ihr wie oben beschrieben eine neue Wikipedia-Seite an, und schreibt irgendwo im Content ein Statement was aus einer eurer Seiten stammt - schon darf man sich unten als Quelle angeben. Damit’s nicht so auffällt, würde ich aber nie nur meine Seite ganz allein als Quelle angeben. Always keep it tricky.. ihr wisst schon ;)!
Oder: Wenn es schon eine vorhandene Wikipedia-Seite zu eurer Nische gibt, dann tragt etwas sinnvolles ( ! ) zu dieser Seite bei, schreibt einen neuen Abschnitt oder ergänzt einen Abschnitt. Wenn nur eine der Informationen aus eurem UGC von eurer Seite stammt, dürft ihr euch legitimerweise selbst als Quellenlink hinzufügen.
Wichtig: Sobald Wiki-Prüfer das Link-Zeichen sehen, gehen bei denen die Alarmglocken an. Einfach Links setzen, das ist viel zu stupide und von sämtlichen Scriptkiddies schon ausgiebig abgetrampelt worden.
Seid schlauer: Legt euch einen starken Benutzeraccount an. Macht zuerst viele uneigennützig gute Sachen in Wikipedia. Am besten schreibt ihr kurz bevor ihr euren Link setzt noch einmal etwas sinnvolles (uneigennützig) auf die Wiki-Zielseite, bevor ihr dann schließlich den “finalen Absatz” mit eurem Link als Quelle anheftet. Auch solltet ihr in diesem Schritt nie euch selbst, sondern mind. 2-3 Quellen angeben. Und eure dann mittendrin. So fällt’s am wenigsten auf..
By the way: So könnt ihr natürlich auch Wikipedia als “externen Qualitätskontrolleur” benutzen. Allerdings finden die Wikipedia-Prüfer oft ganz andere Seiten toll als “normale Internetuser”. Und wenn eine Seite richtig gut konvertiert, ist es auch schwer mit den Anforderungen der Wiki-Guys unter einen Hut zu bringen.. die mögen nämlich Werbung auf eurer Seite gar nicht gerne sehen. Tipp: Werbung kurz entfernen während des verstärkten “Review-Zeitraums”. Ganz ausgefuchste Blackhats sollen auch schon ihrem Server beigebracht haben “wenn ein User von Wikipedia kommt, dann zeit ihm DAS, ansonsten zeig ihm DAS”.. also, nur rein theoretisch hab ich das mal gehört :)…
Achtung, jetzt wird’s böse. Bitte nicht nachmachen!
1. Stört es euch, dass Wikipedia über euch rankt? Oder wollt ihr euren Mitbewerber lieber etwas ärgern und Wikipedia vor ihm ranken lassen ;)? Das lassen wir uns am besten von Rand persönlich erklären:
2. Habe auch schon beobachtet, dass einige Firmen mit dieser Methode deren Mitbewerber schaden: Man nimmt eine völlig themenunpassende Webseite und versuch dort (uneingeloggt) den Link eines Mitbewerbers in den Quellen unterzubringen. Dann wechselt man seine IP-Adresse und versucht es an einer anderen unpassenden Stelle wieder usw.
Folge: Habe gehört (…), dass dann diese Quelle (sprich: Die www-Adresse eures Mitbewerbers) auf einer “Watchliste” bei Wikipedia landen soll, weil sie ja mit dieser Methode weder eure IP-Adresse noch euren Usernamen aussperren können. Und sollte dann euer Mitbewerber, irgendwann einmal, seinen Link an einer sehr themenrelevanten Stelle schön passend einfügen wollen, dann greift genau diese “Watchliste” und die Spam-Alarmglocken bei einem Wiki-Reviewer gehen an. Also, habe ich mal gehört. Hab das noch nie selbst ausprobiert, und ich finde es auch besser wenn man die Finger davon lässt.. das ist richtig black. Aber zumindest theoretisch kennen sollte man diese Strategie zumindest einmal, meiner Meinung nach.
3. Kritische Texte sind ja immer sehr willkommen bei Wikipedia. Wiki-Prüfer lieben es, kritisch ihre Stirn zu runzeln. Ganz getreu dem Motto “Gebt ihnen, was sie gerne lesen” kann man natürlich auch die o. g. Taktik mit der Selbstkritik auch in etwas schärferer Form für seinen Mitbewerber verwenden.. kann man. Theoretisch..
Fazit: Investiert ein wenig Zeit in Wikipedia - es lohnt sich
! (Und ist etwas längerfristiger als bei unserem Lieblings-SMO Portal Yigg.. vor allem nach dessen Umbau
Weiterführende Videos:
Wikipedia-Vortrag bei Google:
Wie gut kann man Wikipedia überhaupt noch vertrauen?
Weiterführende Web-Quellen (falls ihr euch näher für das Thema interessiert):
- Süddeutsche
- Christian von Kamps Kritiksammlung “Wikipedia”
- Heise
- FAZ
- The New York Times (Sprache: Englisch)
- Netzeitung
- Heise (2)
- Wikipedias Machtstruktur
- mehr Tricks mit Wikipedia
- Dinge, die keiner wusste dass man sie mit Wiki machen kann (ehem. Digg-Linkbait)
- Risiken von Wikipedia für große Firmen
Ein paar Worte als kleiner Nachtrag:
Ohman, dieser Post war aber ganz schön black. Naja, meiner Meinung nach sollte man auf jeden Fall diese Taktiken kennen. Ob man die dann letzendlich selbst anwendet, sei jedem selbst überlassen. “Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen”.. denn wenn ihr anfangt, mit solchen fiesen Taktiken gegen euren Konkurrenten vorzugehen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der sich dann dementsprechend zur Wehr setzt. Wollt ihr das wirklich anzetteln?
Ich für meinen Part bin überzeugter Whitehat, finde es aber trotzdem wichtig auch die Black-Strategien zu kennen. Damit man keine bösen Überraschungen erlebt..











July 8th, 2008 at 1:48 am
Wirklich sehr schöner Artikel, der nochmal das wichtigste aus SEO-Sicht zu wikipedia zusammenfasst. Ich nutz natürlich auch wiki für Projekte und kann nur sagen, dass es mir bisher überhaupt nicht geschadet hat, im Gegenteil, ein qualifizierter Besucherstrom für meine Seite ist doch super.
July 8th, 2008 at 12:35 pm
Super Zusammenfassung Fabian! Ich stimm Dir da voll und ganz zu. Trotz des nofollow… wäre Google den nicht blöd, einen Link der es schafft bei Wikipedia zu überleben, nicht irgendwie doch zu werten? Ich würds tun… es aber niemandem sagen
July 8th, 2008 at 8:43 pm
@Maddin: Ja, wäre ein interessanter Ansatz. Sozusagen Googles Antwort auf Web 2.0 ;).. finde ich auch sehr interessant.
Aber wenn ich mir mal ein wenig Gedanken drüber mache, muss ich sagen.. ich glaube doch nicht, dass Wiki-Links Nofollow-ignorieren das Gelbe vom Ei ist.
Grund: Problem wäre hierbei, dass sich Google stark von der Qualität der Editoren-Rewiews abhängig machen würde.
Und was wäre (nur rein theoretisch), wenn Wikipedia so wie unser heißgeliebtes Yigg
irgendwann mal ein Comeback feiern würde und alle Editoren würden streiken >> d. h. man könnte wieder leichter Wikipedia vollspamen >> unter der Entwicklung würden dann auch die Google-Suchergebnisse leiden, wenn Google das Thema “Wikipedia” so sehen würde..
Oder bist du der Meinung, die könnten so etwas in den Griff bekommen? Würde mich mal interessieren
July 9th, 2008 at 3:04 pm
Hallo Fabian,
ein wirklich schöner Beitrag! Danke auch für den Blogroll Link
Gruß, Max
July 10th, 2008 at 12:28 am
Hallo Fabian,
neben der Wiki “Watchliste” gibt es einen sog. WikiScanner. Dieser ist meiner Meinung nach als besonderes Risiko für Unternehmen einzustufen, welche sich positiv mit Artikeln darstellen möchten um Besucher anzulocken oder Backlinks zu sammeln.
Der WikiScanner listet Artikel auf, die durch nicht-angemeldete User mit IP’s aus Firmennetzwerken geschrieben wurden. Stark kritisiert werden dann solche Unternehmen, die versuchen durch Beiträge Vorteile für das eigene Produkt zu verschaffen oder Konkurrenz schlecht dastehen zu lassen, besonders häufig geschieht dies durch Pharmaunternehmen und Parteien.
Unternehmen sollten also das Risiko aufzufliegen immer einkalkulieren und eine Richtlinie zum Posten in Wikipedia für die eigenen Mitarbeiter aufstellen.
Viele Grüße aus Hamburg,
Waldemar Erdmann
July 10th, 2008 at 11:29 am
@Waldi: Das ist ja interessant. Von dem Wiki-Scanner habe ich tatsächlich bis dato noch nie etwas gehört, kenne nur die Watchlist.
Da sieht man auch wieder mal, wie gemogelt und getrickst wird wo es nur geht im trusted Wiki.. ich warte ja nur auf eine SternTV / FocusTV / Bizz - Reportage über das Thema “Wie im Wikipedia geschummelt wird”..
Ist richtig, das macht Sinn. Zumindest wenn mehr als eine Person sich um Wiki-Angelegenheiten kümmern soll. Wobei ich größeren Unternehmen trotzdem empfehlen würde, so wenig Personen wie möglich - am besten nur eine - fürs “Wiki-Watching” usw. zu beauftragen. Ganz einfach aus zwei Gründen:
1. Je mehr Mitarbeiter “Wiki-Watching” betreiben, desto höher die Chance, dass es irgendwann mal auffliegt - logisch. Vervielfacher-Prinzip.
2. Je mehr Mitarbeiten im Wiki-Dienst, desto höher der Koordinationsaufwand und desto höher die Chance, dass mal etwas schiefgeht, doppelt gemacht wird etc. sprich: Dass während der Aufgabenkoordination zwischen den Mitarbeitern Fehler passieren. Und das würde man bei Wikipedia natürlich sofort merken - ergo: Das würde schnell auffliegen.
P.S. Finden deinen Artikel “Risiken von Web 2.0 Aktivitäten” (esp. der Wiki-Teil) sehr gut gemacht, habe dich gleich in die “weiterführenden Links” hier im Artikel mit reingenommen
P.P.S. Schau mal auf meine Blogroll
!
Hast du jetzt eigentlich deine Dipl. schon fertig?
July 10th, 2008 at 1:31 pm
[...] Hier gehts zum Artikel [...]
July 10th, 2008 at 2:57 pm
super artikel.
vom traffic her kommt von wikipedia schon gut was rüber (abhängig vom artikel), wenn man bedenkt das es “nur” ein einfacher textlink ist
July 10th, 2008 at 10:48 pm
Hi Fabi,
Diplomarbeit hab ich schon hinter mir.
Zum Thema Wiki Watching:
Ja, es wäre schön wenn es in einem Unternehmen sowas wie einen Beauftragten gäbe, der “Wiki Watching” betreibt. Das sehe ich ganz genauso.
Nur um das in einem Unternehmen umzuetzen, müsste den Mitarbeitern erstmal gesagt werden, wie Sie mit Web 2.0 umgehen sollen. Es muss also unternehmensintern ein Regelwerk für den Umgang mit Web Portalen geschaffen werden, dem sich jeder Mitarbeiter durch Unterschrift verpflichtet. Denn was die Mitarbeiter “anonym” posten, kann ggf. auf das Unternehmen zurückfallen.
Grüße aus Hamburg,
Waldemar
July 12th, 2008 at 11:09 pm
Ich muss schon sagen eine sehr ausführliche Information. Hat mich ein wenig weitergebracht.
July 13th, 2008 at 8:08 pm
[...] macht extrem viel Sinn für SEO, da bin ich ganz Fabians Meinung. Okay, zugegeben: wie der Begriff verrät, richtet sich SEO an Engines, nicht an Human [...]
July 16th, 2008 at 10:14 am
Wie sieht es eigentlich mit links auf youtube etc. aus? Findet man nicht viele auf Wikipedia… Werden die prinzipiell gelöscht?
July 16th, 2008 at 9:26 pm
Hmm, seit dem Wiki-Artikel gesichtet werden müssen ist es wesentlich schwerer geworden einen Link dort unterzubringen. Selbst bei einem hochwertigen Linkziel :-/
July 17th, 2008 at 4:29 pm
Kann das nur bestätigen mit Wikipedia und selbst bei kleinen teilweise unbedeutenden Keys kommt nicht wenig Traffic drüber. Und natürlich muss man schon ein bißchen Arbeit reinstecken, aber es lohnt sich.